Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„1 Ich, der Gefangene im Herrn, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. 2 Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe 3 und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens!“ (Eph 4,1-3)
- Die fünfte Frucht des Heiligen Gesites lautet: Langmut. Sie ist der Geduld sehr ähnlich, meint aber oft speziell die Ausdauer und Nachsicht – also nicht gleich „kurzen Prozess“ zu machen, wenn man enttäuscht wird. In diesem Text schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde. Er sitzt selbst im Gefängnis, weil er von Jesus erzählt hat, aber er jammert nicht. Stattdessen gibt er den Menschen einen wichtigen Rat: Wenn ihr euch dazu entschieden habt, an Gott zu glauben, dann zeigt das auch in eurem Alltag. Er nennt ganz konkrete Eigenschaften, die dabei helfen, dass eine Gemeinschaft funktioniert: Demut (nicht so anzugeben), Friedfertigkeit und vor allem Geduld. Paulus weiß, dass Menschen unterschiedlich sind und man sich manchmal gegenseitig „ertragen“ muss. Er sagt: Der Heilige Geist hilft euch dabei, wie ein unsichtbares Band zusammenzuhalten.
- Paulus schreibt, man soll ein Leben führen, das des „Rufes würdig ist“. Bei der Firmung sagst du „Ja“ zu Gott und deinem Glauben. Das ist wie eine Berufung oder eine Einladung. Denk mal darüber nach: Was macht für dich einen Menschen aus, der wirklich „christlich“ handelt? Geht es dabei um große Heldentaten oder eher darum, wie du in der Pause mit anderen umgehst? In welchen Momenten deines Alltags spürst du, dass du eine Art „Botschafter“ für etwas Gutes sein möchtest?m die Kraft, in Zukunft derjenige zu sein, der den Stopp-Knopf bei einem Streit drückt.
- Der Text spricht davon, einander in Liebe zu „ertragen“. Das Wort „Langmut“ klingt altmodisch, bedeutet aber eigentlich: einen langen Atem haben. In der Schule, im Verein oder in der Familie gibt es immer Leute, die einen nerven oder die ganz anders ticken als man selbst. Denk mal darüber nach: Wo in deinem Leben bräuchtest du gerade diesen „langen Atem“ oder mehr Geduld? Gibt es jemanden, den du gerade „ertragen“ musst? Stell dir vor, der Heilige Geist gibt dir die nötige Gelassenheit, in solchen Situationen nicht sofort sauer zu werden, sondern friedlich zu bleiben.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

