Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„11 Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn! 12 Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“ (Röm 12,11-12)
- Die vierte Frucht des Heiligen Geistes lautet: Geduld. Das ist die Fähigkeit, Schwierigkeiten, Leid oder die Fehler anderer zu ertragen, ohne sofort aufzugeben oder wütend zu werden. In diesen zwei Versen gibt der Apostel Paulus den Menschen in Rom eine Art „Gebrauchsanweisung“ für ein christliches Leben. Er weiß, dass es nicht immer leicht ist, motiviert zu bleiben. Deshalb sagt er: Lasst euer inneres Feuer nicht ausgehen! Mit dem „Geist“, von dem er spricht, ist der Heilige Geist gemeint. Er ist wie eine Kraftquelle, die uns hilft, dranzubleiben – besonders dann, wenn es anstrengend wird. Geduld bedeutet hier nicht, einfach nur passiv abzuwarten, sondern trotz Schwierigkeiten („Bedrängnis“) das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und auf Gott zu vertrauen.
- Wir leben in einer Welt, in der alles schnell gehen muss: Nachrichten werden in Sekunden verschickt, Videos dauern oft nur 15 Sekunden und wir wollen sofort Erfolg sehen. Paulus aber spricht von Geduld in der „Bedrängnis“. Überlege dir einmal: Wo verlierst du schnell die Geduld? Vielleicht in der Schule, bei Stress mit den Eltern oder wenn ein Freund sich nicht meldet? Geduld als „Frucht des Geistes“ bedeutet, in solchen Momenten tief durchzuatmen und zu wissen: Ich muss nicht alles sofort unter Kontrolle haben. Gott ist auch in den stressigen Momenten da. Frage für dich: In welcher Situation in der kommenden Woche möchte ich versuchen, gelassener und geduldiger zu reagieren?
- Paulus schreibt: „Lasst nicht nach in eurem Eifer“. Das klingt anstrengend, oder? Aber er sagt auch: „Lasst euch vom Geist entflammen“. Das bedeutet, dass wir die Begeisterung nicht allein aus uns selbst herausholen müssen. Das Gebet ist wie das „Ladekabel“ zu dieser Kraftquelle. Wenn du dich auf die Firmung vorbereitest, sagst du „Ja“ zu dieser Verbindung. Beharrlich im Gebet zu sein heißt nicht, stundenlang Rosenkranz zu beten, sondern einfach den Kontakt zu Gott nicht abreißen zu lassen – auch wenn man mal keine Lust hat oder sich Gott fern anfühlt. Frage für dich: Wo wünsche ich mir mehr „Feuer“ oder Begeisterung in meinem Leben? Kann ich Gott heute im Stillen darum bitten, mir diesen neuen Schwung zu geben?
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

