Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„8Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg;
er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht
9und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben,
wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.
10Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.
11Darauf ließ der Teufel von ihm ab
und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.“ (Mt 1, 8-11)
- Wir betrachten heute den dritten Teil aus dem Evanglium vom 1. Fastensonntag. Jesus ist allein in der Wüste, um sich auf seinen Weg vorzubereiten. In diesem Moment taucht der Teufel auf und versucht ihn zu verführen. Er führt Jesus auf einen hohen Berg und zeigt ihm alles, was man auf der Welt an Macht, Reichtum und Ruhm erreichen kann. Das Angebot ist simpel: „Du kannst das alles haben – du musst dich nur vor mir verbeugen.“ Aber Jesus lässt sich nicht kaufen. Er weiß genau, wer er ist und zu wem er gehört. Er antwortet klipp und klar, dass nur Gott allein diese Ehre zusteht. Damit zeigt er: Wahre Stärke bedeutet nicht, über andere zu herrschen oder alles zu besitzen, sondern sich selbst treu zu bleiben und auf Gott zu vertrauen. Als der Teufel merkt, dass er bei Jesus keine Chance hat, verschwindet er, und Jesus erfährt stattdessen die stärkende Nähe Gottes (symbolisiert durch die Engel).
- Der Teufel zeigt Jesus die glänzende Pracht der Welt. Auch heute gibt es Dinge, die uns versprechen, dass wir „jemand sind“, wenn wir sie haben: Das neueste Smartphone, die perfekte Selbstdarstellung auf Social Media, die richtigen Markenklamotten oder einfach die Anerkennung der „coolen“ Leute in der Klasse. Überlege dir kurz: Wo gerate ich in Versuchung, mich zu verstellen oder meine eigenen Werte zu verraten, nur um dazuzugehören oder bewundert zu werden? Was ist der Preis, den ich dafür zahle?
- Jesus sagt ganz deutlich „Weg mit dir!“. Er ist sich sicher in seiner Entscheidung, weil er eine tiefe Verbindung zu Gott hat. Bei der Firmung geht es genau darum: Diese Verbindung zu stärken. Du darfst darauf vertrauen, dass Gott dir den Rücken stärkt, wenn es darauf ankommt. Überlege dir: In welchen Situationen in deinem Alltag bräuchtest du den Mut, „Nein“ zu sagen – zum Beispiel bei Mobbing, bei falschem Ehrgeiz oder wenn andere über jemanden herziehen? Vertraue Gott im Gebet an, dass er dir die nötige innere Stärke schenkt, so klar wie Jesus zu reagieren.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

