Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„5Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt,
stellte ihn oben auf den Tempel 6und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist,
so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
7Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“ (Mt 1, 5-7)
- Wir betrachten heute den zweiten Teil aus dem Evanglium vom 1. Fastensonntag. n diesem Teil der Geschichte bringt der Teufel Jesus an einen sehr hohen Punkt: auf das Dach des Tempels in Jerusalem. Er fordert Jesus heraus: „Wenn du wirklich Gottes Sohn bist, dann spring doch runter! In der Bibel steht doch, dass Gott seine Engel schickt, um dich auf Händen zu tragen.“ Der Teufel versucht hier etwas ganz Hinterhältiges: Er benutzt Gottes eigene Versprechen, um Jesus zu einer sinnlosen Mutprobe zu drängen. Er will, dass Jesus Gott dazu zwingt, ein Wunder zu tun, nur um seine Liebe zu beweisen. Aber Jesus lässt sich nicht darauf ein. Er antwortet: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“ Jesus weiß, dass er Gottes Liebe nicht durch ein riskantes Spektakel beweisen muss. Echtes Vertrauen braucht keine Show-Effekte.
- Vielleicht kennst du das aus deinem Alltag: „Wenn du echt mein Freund bist, dann mach das und das für mich.“ Oft fordern wir Beweise für Liebe oder Freundschaft ein oder wir glauben, wir müssten selbst krasse Dinge tun, um dazuzugehören oder cool zu sein. Der Teufel will, dass Jesus sich beweist. Jesus aber bleibt ganz ruhig. Er weiß, wer er ist, auch ohne den Sprung vom Dach. Überlege dir: Wo spürst du den Druck, dich beweisen zu müssen? Hast du das Gefühl, Gott oder anderen Menschen zeigen zu müssen, wie „gut“ oder „mutig“ du bist? Sag Gott im Gebet: „Ich muss nicht springen, um wertvoll für dich zu sein.“
- Manchmal fordern wir von Gott ein Zeichen: „Wenn es dich gibt, dann lass die Prüfung gut ausgehen“ oder „Wenn du mich liebst, dann mach, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.“ Das ist genau das, was Jesus mit „Gott auf die Probe stellen“ meint. Wirkliches Vertrauen bedeutet, sich auf Gott zu verlassen, auch wenn gerade kein Wunder passiert und auch wenn es mal schwierig ist. Wie steht es um dein Vertrauen? Kannst du Gott zutrauen, dass er für dich da ist, auch wenn er nicht sofort „einspringt“, wie du es dir vorstellst? Bitte ihn im Gebet um die Kraft, ihm auch in den unsicheren Momenten deines Lebens zu vertrauen.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

