Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„In jener Zeit
1 wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden.
2Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.
3Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist,
so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. 4Er aber antwortete:
In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,1-11)
- In den nächsten drei Tagen betrachten wir das Evangelium, das heute, am ersten Fastensonntag, vorgelesen wird. Nach seiner Taufe zieht sich Jesus für 40 Tage in die Wüste zurück. Er ist allein, fastet und möchte sich ganz auf Gott konzentrieren. Am Ende dieser Zeit ist er körperlich am Ende seiner Kräfte – er hat riesigen Hunger. Genau in diesem Moment der Schwäche taucht der „Versucher“ (der Teufel) auf. Er macht Jesus ein verlockendes Angebot: „Wenn du Gottes Sohn bist, mach doch einfach aus diesen Steinen Brot!“ Der Teufel will Jesus dazu bringen, seine göttliche Kraft nur für sich selbst und für seine eigenen Bedürfnisse zu benutzen. Aber Jesus antwortet mit einem Satz aus der Heiligen Schrift: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ Er sagt damit: Ja, Essen ist wichtig zum Überleben, aber mein Herz und meine Seele brauchen noch etwas anderes, um wirklich lebendig zu sein – nämlich die Verbindung zu Gott.
- Wir leben in einer Welt, in der wir fast alles sofort haben können: Fast Food, neue Klamotten, das neueste Handy, Anerkennung durch Klicks. Das ist wie das „Brot aus Steinen“ – es macht kurz satt, aber tief in uns bleibt oft ein Hunger zurück. Wir sehnen uns nach echter Freundschaft, nach Frieden oder nach dem Gefühl, bedingungslos geliebt zu werden. Überlege dir: Was sind die Dinge in deinem Leben, die dich nur kurz „satt“ machen? Und wonach sehnt sich dein Herz eigentlich wirklich? Sag Gott im Gebet, was dein „wahrer Hunger“ ist.
- Jesus wehrt die Versuchung ab, indem er sich an Worte erinnert, die ihm Kraft geben (die Bibelstelle). Er lässt sich nicht verunsichern, sondern weiß, worauf er sich verlassen kann. In der Firmvorbereitung geht es auch darum, herauszufinden, was dein Fundament ist. Welche Worte geben dir Kraft, wenn es dir mal nicht gut geht oder wenn du dich allein fühlst? Gibt es einen Satz, ein Lied oder einen Gedanken über Gott, der dir sagt: „Du bist okay, so wie du bist“? Bitte Gott darum, dass er dir hilft, diese „Worte des Lebens“ in deinem Alltag immer wieder zu hören.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

