Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„6 Der HERR sei gepriesen! Denn er hat mein lautes Flehen gehört. 7 Der HERR ist meine Kraft und mein Schild, auf ihn vertraute mein Herz, so wurde mir geholfen; da jubelte mein Herz, mit meinem Lied will ich ihm danken. 8 Der HERR ist ihre Kraft, er ist Schutz und Heil für seinen Gesalbten. 9 Hilf deinem Volk und segne dein Erbe, weide und trage sie in Ewigkeit! “ (PS 28,6-9)
- Die vierte Gabe des Heiligen Geistes lautet: Stärke (Tapferkeit). n diesen Versen spricht jemand, der gerade eine schwere Zeit hinter sich hat oder mitten darin steckt. Der Beter erlebt Gott nicht als eine weit entfernte Macht, sondern als ganz persönlichen Schutz: als „Kraft“ und „Schild“. Ein Schild wehrt Angriffe von außen ab, und die Kraft kommt von innen. Der Text zeigt uns: Wer Gott vertraut, ist nicht allein. Gott wird hier wie ein Hirte beschrieben, der sein Volk nicht nur führt („weidet“), sondern sie sogar „trägt“, wenn sie selbst nicht mehr weitergehen können. Das gibt dem Beter so viel Mut, dass er am Ende sogar jubeln und singen kann.
- Das Wort „Tapferkeit“ bedeutet im Glauben nicht, dass man niemals Angst hat oder alles allein schaffen muss. Echte Stärke zeigt sich darin, zu wissen, woher man Hilfe bekommt. Der Psalm nennt Gott einen „Schild“. Überlegung: Wo in deinem Alltag als Jugendlicher brauchst du gerade einen Schutzschild? Vielleicht gegen blöde Sprüche, gegen den Druck, überall der Beste sein zu müssen, oder gegen die Angst vor der Zukunft? Die Gabe der Stärke bedeutet, dass der Heilige Geist dir hilft, innerlich stabil zu bleiben, auch wenn es im Außen stürmisch zugeht.
- Im letzten Vers heißt es: „trage sie in Ewigkeit“. Manchmal denken wir, stark sein heißt, immer „cool“ zu sein und keine Schwäche zu zeigen. Aber der Psalm sagt uns etwas anderes: Wahre Stärke bedeutet auch den Mut zu haben, sich von Gott (und anderen Menschen) helfen und tragen zu lassen. Überlegung: In welchen Momenten versuchst du krampfhaft, stark zu sein, obwohl du dich eigentlich erschöpft fühlst? Kannst du dir vorstellen, dass der Heilige Geist dir die Kraft gibt, auch mal loszulassen und darauf zu vertrauen, dass du „getragen“ wirst? Tapferkeit ist auch der Mut zur eigenen Schwäche.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

