Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„44 Denn hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. 45 Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit entschlafen. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden. (2 Makk 12,44-45)
- „Für Lebende und Verstorbene beten“ ist das siebte und letzte geistliche Werk der Barmherzigkeit. In diesem Abschnitt geht es um Judas Makkabäus, einen Anführer des jüdischen Volkes. Nach einer Schlacht stellte er fest, dass einige seiner gefallenen Soldaten religiöse Amulette bei sich trugen, was eigentlich verboten war. Judas und seine Männer begannen daraufhin, für die Verstorbenen zu beten. Der Text erklärt uns: Sie taten das, weil sie fest daran glaubten, dass die Toten bei Gott auferstehen werden. Wäre mit dem Tod alles vorbei, bräuchte man auch nicht mehr zu beten. So aber ist das Gebet eine Hilfe für die Verstorbenen, damit sie ganz rein und frei von ihren Fehlern bei Gott ankommen können. Es ist ein Ausdruck der Hoffnung, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod.
- Wenn ein Mensch stirbt, den wir gern hatten, fühlen wir uns oft hilflos, weil wir nichts mehr „tun“ können. Dieser Bibeltext sagt dir: Du kannst doch etwas tun. Dein Gebet ist wie eine unsichtbare Brücke zu den Menschen, die schon bei Gott sind. Überlege dir kurz: Gibt es jemanden – aus deiner Familie, deinem Freundeskreis oder auch jemanden, von dem du nur gehört hast –, für den du heute diese Brücke bauen möchtest? Sag Gott einfach den Namen dieser Person.
- Der Text spricht davon, dass die Toten „von der Sünde befreit“ werden sollen. Das bedeutet: Keiner von uns ist ohne Fehler, wenn er stirbt. Aber Gott ist barmherzig. Er schaut nicht nur auf das, was schiefgelaufen ist, sondern auf das Herz. Wenn wir für Verstorbene beten, bitten wir Gott eigentlich: „Schau diese Person mit deiner Liebe an und mach alles heil, was im Leben zerbrochen war.“ Denk darüber nach: Es tut gut zu wissen, dass wir nicht perfekt sein müssen, um bei Gott willkommen zu sein. Wie fühlt es sich für dich an, dass Gott auch deine Fehler „heilen“ möchte – jetzt schon und auch nach dem Tod?
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

