Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„1Am ersten Tag der Woche kam Maria von Mágdala
frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab
und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.
2Da lief sie schnell zu Simon Petrus
und dem anderen Jünger, den Jesus liebte,
und sagte zu ihnen:
Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen
und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben.
3Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus
und kamen zum Grab;
4sie liefen beide zusammen,
aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus,
kam er als Erster ans Grab.
5Er beugte sich vor
und sah die Leinenbinden liegen,
ging jedoch nicht hinein.
6Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war,
und ging in das Grab hinein.
Er sah die Leinenbinden liegen
7und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte;
es lag aber nicht bei den Leinenbinden,
sondern zusammengebunden daneben
an einer besonderen Stelle.
8Da ging auch der andere Jünger,
der als Erster an das Grab gekommen war, hinein;
er sah und glaubte.
9Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden,
dass er von den Toten auferstehen müsse.“ (Joh 20, 1-9)
- In diesem Abschnitt des Johannesevangeliums geht es um den Morgen des Ostersonntags. Alles beginnt mit einer Entdeckung im Dunkeln: Maria von Magdala sieht, dass das Grab von Jesus offen ist. Sie bekommt Angst und denkt, jemand hätte den Leichnam gestohlen. Sie holt Petrus und einen weiteren Jünger (den „Lieblingsjünger“). Die beiden rennen um die Wette zum Grab. Dort finden sie keine Leiche, sondern nur die ordentlich zusammengelegten Leinentücher. Das ist ein wichtiges Detail: Grabräuber hätten die Tücher wohl kaum ordentlich gefaltet. Als der zweite Jünger das Grab betritt, heißt es: „Er sah und glaubte.“ Obwohl er den auferstandenen Jesus noch nicht persönlich getroffen hat, begreift er in diesem Moment, dass etwas Unfassbares geschehen ist – Jesus lebt.
- Der Jünger sieht nur die leeren Tücher – er sieht Jesus selbst noch nicht. Und trotzdem beginnt er zu glauben. Bei der Firmung geht es genau darum: Du empfängst den Heiligen Geist, den man nicht sehen oder anfassen kann, so wie man ein Smartphone anfasst. Aber du kannst die „Spuren“ entdecken, die er in deinem Leben hinterlässt – Mut, Freude oder ein Gefühl von Geborgenheit. Überlege dir: Wo gibt es in deinem Alltag kleine Zeichen, die dir Hoffnung geben oder dir zeigen, dass du nicht allein bist? Kannst du darauf vertrauen, dass Gott da ist, auch wenn das „Grab“ deiner Zweifel manchmal leer zu sein scheint?
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

