Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„27 Es folgte Jesus eine große Menge des Volkes, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. 28 Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder! 29 Denn siehe, es kommen Tage, da wird man sagen: Selig die Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben. 30 Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns! und zu den Hügeln: Deckt uns zu! 31 Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?“ (Lk 23, 27-31)
- Die achte Kreuzwegstation lautet: „Jesus begegnet den weinenden Frauen“. In diesem Abschnitt des Kreuzwegs begegnet Jesus auf seinem schweren Weg zur Hinrichtung einer Gruppe von Frauen, die laut um ihn weinen. Sie haben Mitleid mit ihm, weil er so sehr leiden muss. Doch Jesus tut etwas Überraschendes: Er weist ihr Mitleid nicht einfach dankend zurück, sondern dreht den Spieß um. Er sagt ihnen, sie sollen nicht über ihn weinen, sondern über sich selbst und ihre Kinder. Jesus weiß, dass ihm das Schlimmste noch bevorsteht, aber sein Blick richtet sich auf die Zukunft der Menschen. Mit dem Bild vom „grünen und dürren Holz“ meint er: Wenn man schon mit ihm, dem Unschuldigen (dem „grünen Holz“), so grausam umgeht – wie wird es dann erst in Zeiten aussehen, in denen die Liebe und der Glaube bei den Menschen vertrocknet sind (das „dürre Holz“)? Er warnt davor, dass schwierige Zeiten auf die Gesellschaft zukommen, in denen echter Zusammenhalt und tiefer Glaube lebensnotwendig sein werden.
- Jesus spricht die Frauen als Mütter an und sorgt sich um die nächste Generation – also auch um euch. Er fragt indirekt: Was wird aus der Welt, wenn das „Grüne“, die Hoffnung und die Liebe, verschwinden? Ihr bereitet euch auf die Firmung vor und werdet damit „erwachsen“ im Glauben. Welchen Teil möchte ich dazu beitragen, dass unsere Welt nicht „dürr“ und kalt wird? Wo möchte ich in meinem Leben „grünes Holz“ sein – also jemand, der Hoffnung bringt und für das Gute einsteht, auch wenn es schwierig wird?
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

