Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„6 Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit aufstrahlt die Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi.“ (2 Kor 4,6)
- Die sechste Kreuzwegstation lautet: „Veronika riecht Jesus das Schweißtuch.“ Wichtig zu wissen ist: Die Begegnung zwischen Jesus und Veronika steht so nicht in der Bibel. In den Evangelien wird diese Szene nicht beschrieben. Sie ist aber eine sehr alte und wertvolle Tradition der Kirche. Der Name „Veronika“ leitet sich vermutlich von den Worten „Vera Icon“ ab, was „wahres Bild“ bedeutet. Die Legende erzählt, dass Jesus sein Gesicht in das Tuch drückte und ein Abdruck seines Antlitzes darin zurückblieb. Es ist ein Bild dafür, dass mutiges Handeln und Mitgefühl Gottes Spuren in der Welt hinterlassen.
- In diesem Abschnitt aus dem Korintherbrief oben schreibt der Apostel Paulus darüber, wie wir Gott erkennen können. Er erinnert an die Erschaffung der Welt, als Gott das Licht machte. Paulus sagt: Genau dieses göttliche Licht leuchtet nicht nur irgendwo im Weltall, sondern direkt in unseren Herzen. Wenn wir Jesus anschauen – sein „Antlitz“ (sein Gesicht) –, dann sehen wir darin, wie Gott wirklich ist. Gott zeigt sich uns in Jesus ganz menschlich und nah.
- Jesus ist auf dem Kreuzweg in einer dunklen, schmerzhaften Situation. Er ist voller Blut und Schweiß. Doch der Bibeltext sagt uns, dass gerade in seinem Gesicht der „göttliche Glanz“ aufstrahlt. Überleg dir heute: Wo habe ich in letzter Zeit in einem schwierigen Moment oder in einem traurigen Gesicht einen „Lichtblick“ erlebt? Wo habe ich gespürt, dass Gott da ist, auch wenn es sich gerade nach „Finsternis“ angefühlt hat?
- Veronika hat nicht weggesehen, sondern mutig gehandelt. Sie hat Jesus für einen Moment Erleichterung verschafft. Paulus schreibt, dass Gottes Licht in unseren Herzen leuchtet. Das bedeutet: Wir tragen dieses Licht in uns und können es an andere weitergeben. Überleg dir heute: Wo kann ich für jemanden wie ein „Schweißtuch“ sein? Wem in meinem Umfeld (Schule, Freunde, Familie) geht es gerade nicht gut, und wie kann ich durch eine kleine Tat zeigen, dass ich ihn oder sie nicht allein lasse?
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

