Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies heute noch einmal wie gestern aus der Bibel:
23 Mitten in der Nacht stand Jakob auf und nahm seine beiden Frauen und die beiden Nebenfrauen und seine elf Söhne und brachte sie an einer seichten Stelle über den Jabbok;
24 auch alle seine Herden brachte er über den Fluss.
25 Nur er allein blieb zurück. Da trat ihm ein Mann entgegen und rang mit ihm bis zum Morgengrauen.
26 Als der andere sah, dass sich Jakob nicht niederringen ließ, gab er ihm einen Schlag auf das Hüftgelenk, sodass es sich ausrenkte.
27 Dann sagte er zu Jakob: »Lass mich los; es wird schon Tag!« Aber Jakob erwiderte: »Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest!«
28 »Wie heißt du?«, fragte der andere, und als Jakob seinen Namen nannte,
29 sagte er: »Du sollst von nun an nicht mehr Jakob heißen, du sollst Israel[1] heißen! Denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gesiegt.«
30 Jakob bat ihn: »Sag mir doch deinen Namen!« Aber er sagte nur: »Warum fragst du?«, und segnete ihn.
31 »Ich habe Gott von Angesicht gesehen«, rief Jakob, »und ich lebe noch!« Darum nannte er den Ort Penuël.[2]
32 Als Jakob den Schauplatz verließ, ging die Sonne über ihm auf. Er hinkte wegen seiner Hüfte. (Gen 32, 23-32)
- Als diese Erzählung stattfindet, ist Jakob auf dem Weg zurück in das Land, das er „geerbt“ hat. Da tritt ihm ein fremder Mann entgegen und fängt damit an, sich mit ihm zu schlägern. Das dauert die ganze Nacht. Jakob ist gut im Nahkampf, vielleicht wäre er heute Kick-Boxer oder Wrestler oder Shaolin-Mönch 😉 Deshalb besiegt ihn der Fremde nicht. Aber er verletzt ihn ziemlich arg, so dass Jakob am Ende humpelt. Im Zuge dieses Kampfes erhält Jakob einen neuen Namen, er soll „Israel“ heißen, auf Deutsch „Gottesstreiter“, weil er mit Gott gestritten hat. Der Fremde verrät ihm seinen Namen nicht, jedoch erkennt Jakob, dass es Gott war, weshalb er dem Ort den Namen Penuel gibt, was übersetzt: „Angesicht Gottes“ bedeutet.
- Was lernen wir aus dieser Geschichte über Gott? Denke erst einmal selbst darüber nach? … Im Glaubensleben streitet oder „ringt“ man manchmal mit Gott. Wie Du in der Pubertät nicht immer zu allem „Ja“ sagst, was Deine Eltern Dir sagen, so ist es auch mit Gott. Ich wünsche Dir Eltern, die mit Dir ringen und streiten (nicht verletztend, aber, die sich mit Dir auseinandersetzen und Dir nicht alles durchgehen lassen). Warum? Du wächst und reifst daran, wirst in Deiner Seele stark. Wirklich! Und bei Gott ist das auch so. Er kann es mit Dir schon aufnehmen, wenn Du ihm etwas an den Kopf wirfst. Er lässt Dich daran stark und mutig werden, erwachsen.
- Wenn Du Gott in Deinem Leben ernst nimmst, wirst Du früher oder später mit ihm streiten. Manchmal sind es Kleinigkeiten, weil Du Dir etwas gewünscht hast und es nicht in Erfüllung geht. Weil Du nicht verstehst, warum es so weh tut, dass Deine Eltern sich trennen (getrennt haben) oder oft streiten. Oder es kommen Krankheiten oder andere Lebensschicksale auf Dich zu. Oder Du zweifelst einfach an Gottes Güte, usw. Hast Du schon mal mit Gott gerungen? Vielleicht ist jetzt noch gar nicht die Zeit. Wenn Du richtig gläubige Eltern hast, dann frage sie, ob sie Dir mal davon erzählen wollen… Bitte einfach Gott darum, dass er mit Dir ringt, wenn es Zeit ist. Damit Du stark und erwachsen werden kannst.
- Fragst Du Dich, warum Jakob verwundet aus dem Kampf hervorgeht? Diese Wunde soll ihn immer daran erinnern, dass er vor Gottes Angesicht tapfer argumentiert hat und nicht klein bei gegeben hat. Dass Gott ihn mit seinen Fragen ernst genommen hat. Auch das ist etwas, was man erst versteht, wenn man mal durch so eine Situation durch gegangen ist. Danke Gott dafür, dass Du ihm nicht egal bist, sondern er sich mit Dir auseinandersetzt, auch wenn es hart ist.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

