Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„16Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch:
Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
17Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
18damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht,
wird es dir vergelten.“ (Mt 6, 16-18)
- Die dritte Säule der Fastenzeit lautet: Fasten (Verzicht). Jesus spricht hier über das Fasten. Zu seiner Zeit gab es Leute, die extra ein „finsteres Gesicht“ machten, sich nicht pflegten und traurig vorsahen, damit jeder sofort merkte: „Schaut her, ich faste gerade, ich bin besonders fromm.“ Jesus nennt das Show-Gehabe. Sein Rat: Wenn du fastest, dann wasch dir das Gesicht und pflege dich („salbe dein Haupt“), damit du ganz normal und freundlich aussiehst. Fasten ist keine Methode, um Mitleid oder Bewunderung von anderen zu bekommen. Es ist eine Übung für dich selbst, um dein Herz wieder frei zu machen für die Begegnung mit Gott. Nur Gott muss wissen, was du tust – und er freut sich über deine aufrichtige Entscheidung.
- Oft vergleichen wir uns mit anderen: Wer hält länger durch? Wer verzichtet auf mehr? Jesus sagt uns: Es geht nicht darum, was die anderen denken oder ob sie beeindruckt sind. Fasten ist eine Entscheidung zwischen dir und Gott. Es geht nicht darum, sich zu quälen, sondern darum, Ballast abzuwerfen. Überlege dir: Worauf verzichtest du in dieser Fastenzeit? Tust du es, weil „man das eben macht“, oder weil du merkst, dass es dir guttut, mal wieder die Kontrolle über deine Gewohnheiten (z.B. Handy, Süßigkeiten, Meckern) zu haben? Sag Gott im Gebet, warum du dich für diesen Verzicht entschieden hast.
- (Jesus sagt, wir sollen nicht „finster“ schauen. Das bedeutet: Fasten soll uns eigentlich fröhlicher und freier machen, nicht schlechter gelaunt. Wenn wir auf etwas verzichten, gewinnen wir oft etwas anderes: Zeit, Aufmerksamkeit für andere oder einen klaren Kopf. Versuche heute, trotz deines Verzichts besonders freundlich zu deinen Mitmenschen zu sein. Wie fühlt es sich an, wenn du nach außen hin strahlst, obwohl du innerlich gerade an deiner Disziplin arbeitest? Kannst du spüren, dass Gott dich bei deinem Vorhaben begleitet und dir Kraft gibt?)
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

