Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„1 Wenn es also eine Ermahnung in Christus gibt, einen Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, ein Erbarmen und Mitgefühl, 2 dann macht meine Freude vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig, einträchtig, 3 dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. 4 Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen. “ (Phil 2,1-4)
- Die zehnte Frucht des Heiligen Geistes lautet: Bescheidenheit/ Demut. Das eigene Ego nicht in den Mittelpunkt zu stellen, nicht zu prahlen und die eigenen Grenzen anzuerkennen. In diesem Vers gibt der Apostel Paulus einen praktischen Rat, wie eine Gemeinschaft gut funktionieren kann. Mit „Streitsucht“ und „Prahlerei“ meint er den Drang, immer der Beste sein zu wollen oder andere herabzusetzen, nur um selbst gut dazustehen. „Demut“ bedeutet hier nicht, dass du dich selbst klein oder schlecht machen sollst. Es bedeutet vielmehr eine innere Größe: Du bist dir deines eigenen Wertes sicher genug, dass du es nicht nötig hast, dich über andere zu stellen. Du kannst anderen mit echtem Respekt begegnen und anerkennen, dass auch sie wertvolle Gaben und Talente haben, die vielleicht sogar wichtiger oder hilfreicher sind als deine eigenen in diesem Moment.
- Wir leben in einer Welt (besonders auf Social Media), in der es oft darum geht, wer das coolste Leben führt, die besten Noten hat oder am besten aussieht. Paulus nennt das „Prahlerei“. Überleg dir kurz: In welchen Momenten versuchst du, andere zu beeindrucken oder dich besser darzustellen, als du dich eigentlich fühlst? Wie würde es sich anfühlen, diesen Druck heute einmal im Gebet bei Gott abzugeben und einfach nur „du selbst“ zu sein, ohne jemanden übertrumpfen zu müssen?
- „Einer schätze den andern höher ein als sich selbst.“ Das ist eine echte Herausforderung. Es bedeutet, ganz bewusst nach dem Guten im anderen zu suchen – auch bei Leuten, die du vielleicht nicht so magst. Überleg dir: Wer in deinem Umfeld (Schule, Freundeskreis, Familie) wird oft übersehen? Welches Talent oder welche gute Eigenschaft hat diese Person, die du bewunderst? Danke Gott im Stillen für diese Person und versuche, sie heute mit neuen Augen zu sehen.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

