Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„1 Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. 2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! 3 Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. 4 Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! 5 Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! 6 Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! 8 Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. 9 Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe! 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: 11 Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. 12 Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt.“ (Lk 10,1-12)
- In diesem Evangelium sehen wir, dass Jesus nicht alles alleine machen will. Er sucht sich 72 Leute aus – also nicht nur seinen engsten Freundeskreis –, die ihm helfen sollen. Er schickt sie immer zu zweit los. Ihr Auftrag ist klar: Sie sollen den Menschen Frieden bringen, Kranken helfen und erzählen, dass Gott ihnen ganz nahe ist. Dabei gibt Jesus ihnen eine seltsame Anweisung: Sie sollen fast nichts mitnehmen – kein Geld, keine Tasche, nicht mal Ersatzschuhe. Warum? Sie sollen lernen, Gott und der Gastfreundschaft der Menschen zu vertrauen, anstatt sich auf ihren eigenen Besitz zu verlassen. Es geht nicht um die perfekte Ausrüstung, sondern um die Botschaft, die sie im Herzen tragen.
- Jesus schickt die Jünger nicht alleine los, sondern immer zu zweit. Er weiß, dass es einfacher ist, für seine Überzeugungen einzustehen, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einen unterstützt und versteht. Denk einmal darüber nach: Wer sind die Menschen, die dich auf deinem Weg zur Firmung begleiten? Vielleicht dein Pate oder deine Patin, ein guter Freund oder jemand aus deiner Familie. Wer gibt dir Rückendeckung, wenn es mal schwierig wird, zu deinem Glauben oder deinen Werten zu stehen?
- Die Jünger sollen ohne Vorratstasche und ohne Geld losziehen. Das klingt heute fast unvorstellbar. Jesus möchte ihnen damit zeigen: Das Wichtigste hast du bereits in dir. Oft denken wir, wir bräuchten das neueste Smartphone, die besten Noten oder die coolsten Klamotten, um jemand zu sein. Überlege dir: Was schleppst du oft als „unnötigen Ballast“ mit dir herum (z. B. den Druck, perfekt sein zu müssen, oder die Angst, was andere über dich denken)? Was wäre, wenn du dich bei der Firmung darauf verlässt, dass du – so wie du bist – genug bist, um Gottes Botschaft vom Frieden in die Welt zu tragen?
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

