Meine Zeit mit Gott:
- Gehe an einen ruhigen Ort (Zimmer, Kirche, …)
- Mache das Kreuzzeichen
- Erzähle Jesus, was dich gerade beschäftigt oder wie es dir geht.
- Lies aus der Bibel:
„40 Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. 41 An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. 42 Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.“ (Joh 19,40-42)
- Heute betrachten wir die 14. und letzte Kreuzwegstation: „Jesus wird ins Grab gelegt.“ In diesen Versen wird beschrieben, was direkt nach dem Tod Jesu am Kreuz geschah. Seine Freunde, Josef von Arimathäa und Nikodemus, kümmerten sich um seinen Körper. Sie taten das, was damals bei einer jüdischen Beerdigung üblich war: Sie salbten ihn mit wertvollen Ölen und wickelten ihn in saubere Leinentücher. Weil der Sabbat – der jüdische Ruhetag – kurz bevorstand, musste alles sehr schnell gehen. Sie legten Jesus in ein neues Grab, das in einem Garten ganz in der Nähe der Kreuzigungsstätte lag. Dann wurde ein schwerer Stein vor den Eingang gerollt. Es ist der Moment der absoluten Stille und des Abschieds.
- Das Grab ist ein Ort, an dem erst einmal alles vorbei scheint. Die Jünger und Freunde Jesu standen vor diesem versiegelten Grab und fühlten sich wahrscheinlich leer, traurig und hilflos. Denk mal darüber nach: Kennst du Momente in deinem Leben, in denen sich eine Tür schließt oder etwas zu Ende geht und du noch gar nicht weißt, wie es weitergehen soll? Vielleicht das Ende einer Freundschaft, ein Umzug oder ein Misserfolg. In diesem Gebet darfst du Gott diese „leeren“ Momente hinhalten. Das Grab zeigt uns: Auch die dunkelste Stille gehört zum Leben dazu und Gott ist auch dort anwesend, wo wir kein Licht mehr sehen.
- Josef und Nikodemus kümmern sich um Jesus, obwohl er tot ist. Er kann ihnen nichts mehr zurückgeben, er kann sich nicht bedanken. Sie tun es aus Respekt, Liebe und Freundschaft. Denk mal darüber nach: Bei der Firmung geht es auch darum, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Wo in deinem Alltag gibt es Menschen, die deine Hilfe brauchen, ohne dass du einen direkten Vorteil davon hast? Wo kannst du jemandem „einen letzten Dienst“ erweisen oder einfach nur da sein, wenn es jemandem schlecht geht? Gott lädt dich ein, so wie die Freunde Jesu ein Mensch zu sein, auf den man sich verlassen kann – besonders dann, wenn es schwierig wird.
- Bete nun das Vaterunser.
- Schließe mit dem Kreuzzeichen.

